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Aktuelles

Leonard - der kranke Herzensbrecher

21.06.2020

❤️❤️ Update: Leonard hat Interessenten gefunden, die ihn schon Sonntag besuchen kommen. Yippie! ❤️❤️

Hallo aus dem Tierheim! 🐱

Heute haben mich meine Tierpfleger aus dem Tierheim gebeten, euch meine Geschichte zu erzählen. Dies ist sicher nur ein Versuch, mich von meinen Problemen abzulenken, denn ich glaube, meine Pfleger machen sich große Sorgen um mich um meine Gesundheit.
Weil ich tatsächlich in einem tiefen Loch stecke, komme ich ihrer Bitte also nach und erzähle euch, was mich so sehr bedrückt.
Besonders schlimm ist für mich, dass ich kein Zuhause mehr habe – das liegt wohl an meiner Krankheit. Ich glaube, meine Menschen konnten mich zuhause nicht mehr ertragen. Ich kann es ihnen nicht verübeln, denn ich verzweifle ja selbst an meinem Spiegelbild.😿

Alles fing damit an, dass es mich hier und da juckte. Kennt ja jeder von euch… drei Tage nicht ordentlich gewaschen, schon fängt es an, unangenehm zu werden. Also schraubte ich pflichtbewusst die Häufigkeit meiner Hygieneanwendungen nach oben und wunderte mich, dass das ganze Schlecken und Putzen nicht den gewünschten Erfolg brachte. Es wurde ein Teufelskreis. Ich wusch wie ein Weltmeister an mir herum und meine Haut juckte immer mehr. Ich putzte, bis ich blutete.
Dann kam der Tag, an dem ich nicht mehr nach Hause konnte und ins Tierheim gebracht wurde. Oh weh, wer würde denn so eine Katze wie mich adoptieren? Ich hatte tüchtig Angst…
Im Tierheim hatten meine Tierpfleger Hoffnung, mir schnell helfen zu können. 🍀Sie waren sehr lieb zu mir und versuchten mich aufzuheitern. Doch so schlimm wie zu der Zeit hatte mich meine Haut noch nie geärgert. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag im Karree gesprungen, oder hätte mir die Haut einfach abgestreift, doch ich konnte es nicht ändern und wurde immer trauriger.
Eine Nacht ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Ich beschloss, einfach aufzugeben und hielt mich nicht mehr zurück. Ich kratze die ganze Nacht.

Am nächsten Morgen schlugen die Tierpfleger die Hände über dem Kopf zusammen. All die Medikamente hatten nichts genützt – sie brachten mich zum Tierarzt, der mich stationär aufnahm. Danach putzten sie mein blutverschmiertes Einzelzimmer.
In der Tierarztpraxis wurde nochmal eine Behandlungsschippe obendrauf gelegt. Mehr Medikamente, spezielles Futter, tägliches Waschen mit antiseptischen Mitteln und ein strenges Halskragenabmontierverbot, damit ich mir die Wunden nicht noch größer kratze.
Heute wohne ich wieder im Tierheim. Was soll ich euch sagen? Traurig bin ich noch immer, aber es geht mir etwas besser. Ein Allergietest hat mittlerweile ergeben, dass ich quasi auf jedes Futtermittel allergisch bin – aber damit haben wir fast gerechnet. Das einzig Gute ist, dass ich mich nicht mehr waschen muss, das übernehmen die Tierpfleger für mich!😺

Am Wochenende kommt jemand, auf den ich mich schon sehr freue. 💕 Sie heißt Sammy und sie hat eine Katze aus dem Tierheim, die genauso schlimm allergisch ist, wie ich (vielleicht könnt ihr euch ja sogar noch an Zoe erinnern). Sammy bringt mir spezielles Futter auf Insektenbasis mit und will meinen Tierpflegern noch ein paar tolle Tipps geben – geheime Geheimtipps, die nicht mal die schlausten Tierärzte kennen, sind das bestimmt!
In ein paar Wochen werde ich euch berichten, wie es mir so geht. Wer weiß, vielleicht kann ich euch dann schon neu nachgewachsenes Fell zeigen, oder ich habe mich durch mein neues Futter in eine Heuschrecke verwandelt. Es bleibt spannend.

Anmerk d. Tierpfleger: Leonard ist das herzallerliebste Katzentier, das man sich vorstellen kann. ❤️ Es bricht uns das Herz, ihn so traurig zu sehen, denn Leonard liebt nichts mehr, als in der Nähe von Menschen zu sein. Wir wissen, dass die Chancen sehr gering sind, dass Leonard sofort, in diesem schlimmen Stadium seiner Krankheit, ein Zuhause findet, aber wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch umhören mögt. Vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt, der sich nichts mehr wünscht, als in der Nähe eines Leonards zu sein? ☺️