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Timo und sein Happy End

11.06.2017

Mein Name ist Timo. Wie viele Male ich schon versucht habe, ein neues Zuhause zu finden, kann ich gar nicht mehr zählen. Eigentlich habe ich mir mein Leben lang gewünscht, irgendwo anzukommen und jemanden zu finden, der mich bei sich haben möchte. Elf Jahre lang habe ich es nicht geschafft.

Geboren wurde ich in einem anderen Land. Hier haben viele Menschen nicht so viel Geld. Manche haben sogar so wenig, dass sie sich selber kaum versorgen können, deshalb landete ich auf der Straße. Als junger Hund war das Straßenleben noch wild und aufregend. Wir sind durch die Städte gestromert und haben uns selbst versorgt. Viele Jahre hatte ich ein schönes Leben, selbstbestimmt und frei, doch dann wurde auch ich älter. Die Winter fühlten sich plötzlich kälter an und meine Augen wurden immer schlechter. Ich hatte große Schwierigkeiten Futter zu finden - einem jungen fröhlichen Hund hatte man gerne ein Stück Brot zugeworfen, einem ungepflegten alten Zausel nicht mehr. Oft versuchte ich, mich den Menschen anzuschließen, doch sie schickten mich immer wieder weg.

An meinem 10. Geburtstag ging es mir sehr schlecht. Es war fürchterlich kalt und ich wünschte mir nichts mehr als einen warmen Platz und eine ordentliche Hundemahlzeit. Mittlerweile war ich ganz erblindet.

Da passierte das Unglaubliche. Ein Mann kam, legte mir eine Leine an und brachte mich an einen Ort, der mich erstmal zu Tode ängstigte. Ich konnte es ja mit eigenen Augen nicht sehen, aber es war ein riesiges Tierheim mit über 3000 Hunden. Ich wusste nicht, was besser war – in einem Zwinger oder auf der Straße zu sterben.

Von nun an war dieses riesengroße Tierheim mein Zuhause. Immerhin musste ich nicht mehr im Regen und in der Kälte draußen sein, doch ich wurde von Tag zu Tag unglücklicher.

Eines Morgens wurde ich wieder angeleint und gemeinsam mit einigen anderen Hunden in ein Auto verfrachtet. Wir machten eine sehr sehr lange Reise und kamen in einem Land an, in dem es genauso kalt war, wie in meiner Heimat. Man teilte mir mit, dass ich mich nun in Deutschland befinden würde, und von nun an alles besser werden sollte.

Weil es mir körperlich mittlerweile wirklich schlecht ging, hoffte ich auf ein warmes Körbchen und vielleicht endlich ein richtiges Zuhause. Leider war die Zeit für ein neues Heim noch nicht gekommen, denn meine Hundefreunde und ich wurden auf einem Schutzhof untergebracht. Hier war es zwar viel schöner als in dem Riesentierheim, aber so richtig wohl fühlte ich mich nicht.

Ein paar Monate später flüsterte meine Hundefreundin Dori mir, dass wir nochmal umziehen werden und ich auf jeden Fall noch ein bisschen durchhalten solle. Es ging mir immer schlechter. Meine Knochen taten mir sehr weh, das Fressen fiel mir schwer und ich konnte kaum noch laufen, ohne völlig aus der Puste zu geraten.

Im Mai diesen Jahres wurde Doris Ankündigung tatsächlich wahr. Wir wurden wieder in ein Auto gesetzt und in ein neues Tierheim gebracht.

In diesem Tierheim war es nicht so laut wie in Rumänien und wir bekamen einen eigenen Zwinger, nur für uns beide. Das war ganz schöner Luxus für uns! Das schönste war allerdings, dass ich ein großes weiches Hundekörbchen ganz für mich alleine bekam, das hatte ich mir doch immer schon gewünscht!

Die Tierpfleger in dem neuen Tierheim waren sehr nett zu mir und sie versprachen, dass es mir bald besser gehen würde. Sie brachten mich zum Tierarzt. Einen Tierarzt kannte ich schon aus dem großen Tierheim, doch der deutsche Tierarzt hatte eine Praxis mit allen möglichen Gerätschaften. Sie stellten allerhand Dinge mit mir an und weil auch die Tierärzte mir versprachen, dass es mir bald besser gehen würde, war ich ganz brav.

Der Doktor sagte, dass ich Wasser in der Lunge hatte und mein Herz viel zu groß ist. Außerdem wurden mir ein paar Gammelzähne gezogen und die restlichen Beißer schön gemacht. Gegen die Knochenschmerzen sollte ich für die Zukunft Schmerzmittel bekommen. Weil meine Bauchspeicheldrüse und meine Schilddrüse Probleme machen, muss ich auch noch Medikamente nehmen.

Wir fuhren zurück ins Tierheim… und was ich euch jetzt erzähle, kann ich bis heute nicht glauben. Hier wartete mein neues Frauchen… Ja, ihr hört richtig! Die Tierpfleger hatten mir ein richtiges echtes Frauchen gesucht!

Meine neue Hundemama heißt Renate. Die Tierpfleger sagen, dass sie einige von euch schon kennen, weil sie schon Opa Lennart, Oma Lotti, Molle und vielen anderen Hundesenioren ein Zuhause gegeben hat.

Bei Renate angekommen, erkundete ich gleich die Umgebung. Renate war ganz erstaunt, dass ich mich so gut zurecht fand. Mein Lieblingsplatz war, aus alter Gewohnheit, erstmal der Garten. Hier fühlte ich mich sicher, doch heimlich hatte ich schon ein (wenn auch blindes) Auge auf das Sofa geworfen. Als Renate einkaufen war, sah ich, dass die anderen Hunde heimlich Quatsch machten und schwups – hatte ich das Sofa erobert. Blöderweise hatten mir die anderen Hunde nicht Bescheid gegeben, dass Renate wiederkam und so fand sie mich gemütlich schlafend auf dem Sofa vor. 

Heute habe ich mich richtig gut eingelebt. Wir gehen viel spazieren und ich schaffe schon die große Hunderunde. Danach entspannen wir uns im Garten, oder auf dem Sofa. Gesundheitlich geht es mir viel besser und ich glaube, dass der Rest meines Lebens richtig toll werden könnte… denn endlich bin ich angekommen und Renate hat mir versprochen, dass sie bis an mein Lebensende mein Frauchen bleiben wird. 

Ich möchte mich heute bei all den Menschen bedanken, die lieb zu mir waren und die dafür gesorgt haben, dass ich trotz meines hohen Alters und meiner Wehwehchen noch eine Chance bekommen habe. Das ist jetzt nachts in Ruhe in meinem Körbchen schlafen kann und ich keine Schmerzen mehr haben brauche, habe ich euch zu verdanken. Ihr (und natürlich meine Renate) seid meine ganz persönlichen Tierretter!


Euer Timo



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