Herzenshund Frida braucht erfahrene Menschen

EIN HERZ AUF VIER PFOTEN

Geboren (laut Pass): 01.08.2021 (wir vermuten allerdings, dass sie bereits ein paar Monate älter ist)

Rasse: Mischling (gerettet durch Tierschutz in Ungarn, ein DNA-Test haben wir durchführen lassen,

das Ergebnis kann gerne eingesehen werden)

KASTRIERT · GECHIPPT · GEIMPFT

Frida ist im Grunde Ihres Herzens ein wunderbarer Hund!

Wenn sie jemanden liebt, dann richtig. Dies zeigt Sie durch Treue und dem Wunsch nach intensiven

Streichel- und Kuscheleinheiten.

Sie beherrscht die Grundkommandos.

Beim Gassi kann Sie problemlos in den Freilauf, da der Rückruf super funktioniert, sogar deutlich

besser, als an der Leine zu laufen. An der Leine will sie das Tempo und die Richtung vorgeben und als

normaler Zweibeiner ist man ihr grundsätzlich zu langsam. Des Weiteren ist ihr Jagdtrieb nicht

sonderlich stark ausgeprägt, wenn es doch einmal mit ihr durchgeht, lässt sie sich zügig wieder

abrufen und bricht die Jagd ab.

Sie ist sehr intelligent und liebt Auslastung für den Kopf, Rätsel- und Schnüffelspiele stehen hier sehr

hoch im Kurs. Draußen liebt sie es Frisbee zu spielen oder einfach mit ihren Menschen zu toben. Mit

Artgenossen tobt sie inzwischen nicht mehr so gut, da sie hier immer der Chef sein will. Sie möchte

gehorchen und gefallen. Für ein feines Schmeggi spult sie, vor Aufregung, auch gerne mal ihre

komplette Bandbreite an Fähigkeiten ab. Frida hat einfach immer Power, so etwa wie ein Jack Russell

auf Aufputschmittel. Aber wenn es zu Hause an einem Tag mal gemütlich zugeht, hat sie auch kein

Problem damit den ganzen Tag im Chillout-Modus zu verbringen. Am nächsten Tag darf es dann aber

gerne wieder ein bisschen mehr „Action“ sein.

Ihre geheime Superkraft ist ihre ausgeprägte Feinfühligkeit gegenüber ihren Menschen. Sie merkt

sofort, wenn es ihren Menschen körperlich und vor allem seelisch nicht gut geht und reagiert auf

Ereignisse noch bevor man sie selbst richtig wahrnimmt. Sie sucht dann sofort den Körperkontakt und

gibt alles, damit es einem schnellstmöglich wieder besser geht. Hierbei schafft sie es oft einem

schnell wieder ein Lächeln abzuringen.

So sehr Sie Ihren Menschen liebt, so eifersüchtig ist sie auch. Und hier beginnen leider die Probleme.

Zu nahe darf man ihren geliebten Menschen nicht kommen. Sogar innerhalb der Familie wurde es

hier schwierig. Sie hat uns auch schon versucht vor Familienmitgliedern zu schützen. Mit Kindern

kann sie leider garnicht. In der Familie und im engsten Freundeskreis haben inzwischen Kinder Einzug

gehalten. Hier kam es schon mehrfach zu abwehrendem Verhalten gegenüber unserer Nichte und

anderen Familienmitgliedern, inzwischen geht sie dann auch schnappend nach vorne. Ein

Zusammentreffen mit Außenstehenden ist mit ihr kaum möglich und auch hier versucht sie

grundsätzlich das Gegenüber einzuschüchtern und nach vorne zu gehen. Das geht so weit, dass wir

zum Beispiel unsere Nichte nicht gefahrlos in den Arm nehmen können. Plötzliche Bewegungen von

Menschen, insbesondere Kindern, verunsichern sie. Verunsicherung und Angst führen bei Frida dazu,

immer dagegen zu gehen und nach vorne breschen zu wollen und sie schnappt dann auch nach Ihrem

Gegenüber. Bisher hat sie das Schnappen gegenüber Menschen glücklicherweise vorzeitig und ohne

jemanden zu verletzen abgebrochen. Mit den anderen Hunden innerhalb der Familie hat sie leider

aufgrund ihrer Dominanz und Eifersucht auch nur noch die Konfrontation gesucht. Sie versucht die

fast doppelt so großen Hunde zu dominieren, was diese verständlicherweise nicht so toll finden. Sie

ist immer unterlegen aber kann dann auch nicht aufhören und versucht zur Not ihren Kopf mitGewalt durchzusetzen. Sie hat sich hierbei schon häufiger böse verletzt. Einmal stand ich zu Beginn

einer dieser Auseinandersetzungen im Weg und wurde durch Frida gebissen. Sie war beim Angriff so

im Tunnel, dass sie sich statt im anderen Hund in meinem Unterarm verbissen hat. Wie bereits

erwähnt kam es sonst davor und danach nie zu Verletzungen gegenüber Menschen. Wir haben viel

mit einem Hundetrainer im Bereich Kommunikation Mensch-Hund gearbeitet und versucht das

Verhalten zu analysieren und umzulenken. In den fast 5 Jahren, die sie nun bei uns ist, konnten wir ihr

viele Ängste nehmen und auch einiges an ihrem Verhalten verbessern. Durch ihre enorme

Lernbereitschaft konnten wir ihr auch viel beibringen.

Wir haben medizinische Ursachen für ihr Verhalten, wie zum Beispiel Schmerzen abklären lassen. Wir

haben es, in Rücksprache mit der Tierärztin, lange Zeit mit CBD (da wir Medikamete beim Hund

vermeiden wollten) probiert aber bei dem Temperament war das stets nur ein Tropfen auf den

heißen Stein. Wir haben es dann letztlich doch mit einem Medikament zur Beruhigung probiert.

Leider hat sie darauf paradox reagiert und ist vollkommen ausgerastet. Sie hat sich bis zum Abklingen

der Wirkung in einem aggressiven Wahnzustand befunden. Danach kam ein Medikament nicht mehr

in Frage, da sie darunter furchtbar gelitten hat und es uns das Herz gebrochen hat, sie so heftig im

Zaum halten zu müssen.

Wir lieben Frida sehr und der Schritt fällt uns alles andere als leicht und kommt daher vermutlich

auch ein bisschen zu spät. Der Schritt ist aber dringend erforderlich, da dies sowohl für uns, als auch

und vor allem für Frida, kein angemessenes und vor allem ruhiges und stressfreies Leben ist.

Was wir uns für Frida wünschen:

• erfahrene Hundemenschen mit viel Geduld & Liebe

• eine alleinstehende Person – oder Paar mit ruhigem Lebensstil und bestenfalls einem kleinen

Garten zur freien Entfaltung wären für sie vermutlich am besten geeignet

• ein möglichst kinderfreies Umfeld

• ruhige Umgebung

Kontakt: philip.houtmann@googlemail.com

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