Liebes Tierheim-Team!
Mittlerweile sind mehr als 3 Jahre vergangen, seit wir, Smoky und ich – Benny (ich bin der Weiße), bei unserer Familie auf dem Lande in Seefeld eingezogen sind. Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, mauzig liebe Grüße an Euch zu senden und mitzuteilen, dass es uns super gut geht. Das war in den letzten Wochen nicht immer so. Smoky geht keiner Rauferei mit benachbarten Artgenossen aus dem Wege und hat sich dabei 3-mal einen Humpelfuß eingehandelt. Ich bin da ängstlicher und vorsichtiger, ich umschiffe jegliche Gefahr und verstecke mich lieber im sicheren Haus. Trotzdem musste auch ich beim „ungeliebten“ Tierarzt vorstellig werden, denn ich hatte mir eine Virusinfektion mit Fieber und Durchfall zugezogen, die mich ganze 4 Wochen lahmlegte. Zudem wurde beim Bluttest noch eine leichte Schilddrüsenüberfunktion festgestellt. Bedingt durch Katzenschnupfen aus meinem früheren Leben bin ich ja einiges an Pflegemaßnahmen gewohnt (Augensalbe, tägl. Nasentropfen, Tabletten- und Tropfeneinnahme usw.), aber die dauernden Tierarztbesuche haben mein Vertrauen in meine geliebten Menschen und das mühevoll aufgebaute Selbstbewusstsein arg strapaziert. Aber jetzt ist alles wieder gut und ich lege mein Misstrauen langsam wieder ab.
Insgesamt gesehen haben wir ein friedliches und glückliches Jahr mit unserer Familie verbracht. Der Sommer war toll, täglich waren wir auf Erkundungstour im großen Garten, sprangen über Gräben, kletterten auf Bäume und beobachteten Fasane, Enten und Vögel. Smoky, immer neugierig, mutig und ein exzellenter Jäger, hat mir gezeigt, wie man Mäuse fängt. Ich gebe ja zu, ich bin arg schusselig und untalentiert in dieser Sache (hatte wohl keine Mama, die es mir beibringen konnte). Wenn ich auch nichts fange, so finde ich es trotzdem spannend, vor dem Mäuseeingang zu lauern und die vielen Geräusche und Gerüche zu analysieren. Manchmal bringt Smoky mir eine lebende Maus mit und ich darf daran schnuppern und sie ein bisschen herumtragen. Leider bin ich dabei so ungeschickt, dass diese auf Nimmerwiedersehen die Flucht ergreifen und sich in Sicherheit bringen können. Frauchen tröstet mich dann immer mit einem Leckerchen. Übrigens ist „Fressen“ meine Lieblingsbeschäftigung. Im Futterbetteln bin ich spitze. Ich singe dann die Tonleiter über mehrere Oktaven, schmiege mich wie eine Klette um die Beine oder wenn mein Dosenöffner sitzt, springe ich auf die Schulter und schnurre ins Ohr, zu guter Letzt kommt noch ein herzerbarmender Augenaufschlag – der hilft immer. Meine zweite Lieblingsbeschäftigung ist Kuscheln – morgens, mittags, abends, gern auf dem Sofa oder auf Herrchens Schreibtisch quer vor dem Bildschirm. Ach, einfach herrlich. Jetzt bei der kalten Jahreszeit ziehe ich die Gemütlichkeit und Wärme im Hause vor, besonders wenn Frauchen am Klavier mein Lieblingslied spielt, schmelze ich dahin und bin total entspannt. Smoky ist da härter im Nehmen. Der braucht seinen Auslauf auch bei Schlechtwetter und die dazugehörigen Abenteuer im Garten. Überhaupt: Smoky und ich – wir sind die dicksten Freunde und zusammen mit unserer Familie, die uns über alles liebt und jederzeit für uns da ist, ist das ein tolles Gefühl. Danke, dass wir so viel Glück im Unglück hatten und jetzt ein Leben in Liebe und Geborgenheit führen können.
Liebes Team, ich glaube, nun ist genug gemauzt. Wir wünschen Euch ein friedliches Weihnachtsfest ohne sorgenvolle Notfälle und ein gesundes Jahr 2026. Wir lassen wieder von uns hören.
Mit mauz mauz und gurrr schnurrr
Benny und Smoky
mit Familie Schamberg
Ein Bericht von Gudrun Schamberg.



