Hallo ihr lieben.
Nach langem meckern haben unsere neuen Eltern auch endlich mal für uns etwas geschrieben. Mit den krallen durften wir ja nicht übers Smartphone gehen. Warum, wissen wir auch nicht.
Mama und Papa haben uns nicht zeitgleich aus dem Tierheim geholt. Meinen großen Bruder Lui, hat man vor 10 Jahren schon abgeholt. Nachdem seine Freundin letztes Jahr verstarb fühlte er sich wohl ganz einsam und wollte eine neue Freundin im Haus leben haben. Ich hab gehört, Lui traute sich nicht einmal wirklich raus. Wollte nur drinnen sein und nichts von der Natur wissen.
Als Mama und Papa mich dann letztes Jahr abgeholt haben, wusste ich erstmal gar nicht, was hier los war. Und der große schwarze Kater machte mir etwas Angst. Aber dem hab ich ganz schnell gezeigt, wo der Tiger seine krallen hat.
Doch habe ich auch sehr schnell gemerkt, er hatte selbst nur angst. Und so fanden wir dann doch sehr schnell zusammen.
Ich hab Lui dann erstmal gezeigt, wie schön es in der Natur ist. Und nun ist er fast schon mehr draußen als ich. Aber das macht nichts. So kann ich auch mal auf seinem Lieblingsplatz liegen, ohne dass er traurig ist.
Mama und Papa haben mir gleich von Anfang an neue Spiele gezeigt. Am schönsten finde ich fangen spielen. Denn die beiden schmeißen dann mit Leckerlis und ich darf sie behalten, wenn ich sie kriege. Lui spielt auch immer mit. Und abends kuscheln wir dann immer ganz viel.
Ich bin auch gerne auf Papas Schultern und spaziere mit ihm über den Hof. Ganz toll finde ich es auch, wenn Mama nach Hause kommt und nicht sofort knuddeln will. Ich renne dann immer weg und spiele mit ihr. Gebe ihr dann aber doch die Chance mich auf den Arm zu nehmen.
Ich finde es hier richtig toll und alle sind immer so nett zu mir. Sagen mir alle, wie hübsch und süß ich bin. Aber das wusste ich schon immer.
So, dass war es dann auch von mir. Wollte nur mal bescheid geben, dass es mir gut geht.
Man, vom ganzen diktieren kriegt man richtig Hunger. Und Lui will auch schon wieder Leckerlis haben.
Tschüß ihr lieben.
Ein Bericht von Kristin und Manuel Wille.


