Tierretterwochen – Heute: Katze Knorki

Knorki

Ich heiße Knorki und nur damit ihr’s wisst, ich war einst
ein super gefährlicher Fauchdrache!

Früher führte ich ein Leben ohne Zwänge und Regeln, als
kleine Katze stand mir die ganze Welt offen. Doch dann kam die Frau, die mein
ganzes Leben veränderte. Sie stellte eine komische grüne Kiste mitten auf die
Wiese, streute Futter hinein und verschwand wieder. Ich hatte das Ganze genau
beobachtet…was zum Teufel….vorsichtig schlich ich um den Kasten herum. Sie
hatte genau meine Lieblingssorte Futter gewählt – „Schmusikatzi mit Thunfisch
und Erbsen“. Ich war entzückt. So eine nette Tante! Ich wollte gerade mein Maul
aufreißen, um mir einen ordentlichen Happen zu genehmigen, da gab es einen
riesengroßen Knall. Ich saß, im wahrsten Sinne des Wortes, in der Falle.

Alles Zappeln, Rufen und Fauchen half nichts. Grinsend kam
die böse Frau um die Ecke….sie hatte mich hereingelegt. Ich war stinksauer…die
sollte mich kennenlernen.

Im Tierheim angekommen wurde ich in eine Box gestellt. Ich
bekam noch ne Runde „Schmusikatzi“, die böse Frau drohte noch irgendwas mit
„morgen kommt der Tierarzt und guckt dein Auge an…“ und dann wurde ich allein
gelassen.

Ich dachte über mein Auge nach…wieso hatte sie das gesagt?
Schon länger konnte ich Probleme mit meinem rechten Auge. Ich dachte immer, das
wird schon wieder – denn Schuld an der Sache war Hinnerk der blöde
Streunerkater. Als ich ihm zum hundertsten Mal gesagt hatte, dass ich nicht seine Freundin sein möchte, hat er mir
welche geklebt. Dieser Rüpel! Seine Kralle ist richtig in meinem Auge
hängengeblieben. Seitdem konnte ich mein Auge nicht mehr richtig öffnen, aber
clever wie ich war, hab ich’s einfach immer zugekniffen.

Als am nächsten Tag der Tierarzt kam, hab ich erstmal ein
riesen Spektakel gemacht. So richtig mit Angriff und so..…deshalb entschied er
sich, mich mit in die Praxis zu nehmen. Ich sollte betäubt werden!!!!!

Als ich in der Tierarztpraxis aus der Narkose aufwachte, kam
mir gleich etwas komisch vor. Ich konnte mein Auge gar nicht mehr öffnen, nicht
mal mehr ein bisschen. In der Fensterscheibe konnte ich mein Spiegelbild sehen
– sie hatten mir mein Auge zugetackert!!!!! Was sollte das denn?? Sind die
verrückt geworden? Ich war außer mir vor Wut.

Wieder im Tierheim angekommen erklärten mir die Tierpfleger, was das ganze Spektakel
sollte. Weil mein Auge verletzt war und mein Lid immer über die Wunde  gekratzt hat, war meine Hornhaut ganz kaputt
und mein Auge entzündet. Damit die Reizung durch die Lidbewegung aufhört, wurde
mein Auge quasi vorübergehend „stillgelegt“.

Vierzehn Tage durfte ich nun mit meinem, von den Boxnachbarn
so genannten „Monsterauge“ durch die Gegend laufen. Ich fühlte mich sehr
unwohl, doch so langsam fing ich an, die Tierpfleger immer lieber zu mögen. Sie
waren gar nicht so böse, wie die doofe „Katzeneinfangfrau“, sie gaben mir jeden
Tag leckeres Futter und wuschen mir den Schnotter von meinem Auge. Nach einiger
Zeit freute ich mich sogar, wenn sie kamen. Manch einer durfte mich sogar
richtig streicheln – und ich hatte mir bei den anderen Katzen abgeguckt, dass
man sich dann auf den Rücken legen und schnurren muss. Vorbei die Zeit mir
Fauchen und Spucken ;) 

Als die Tierärztin die Klammern aus meinem Auge entfernte,
war ich ganz brav. Ich hielt ganz still, als sie mit dem Klammerentfernungsding
an mir herumfummelte. Als ich mein Auge öffnete, staunte ich nicht schlecht.
Ich konnte ganz normal sehen und das auch noch gestochen scharf!!! Und das Beste:
Ich hatte gar kein „Monsterauge“ mehr. Jetzt würde ich bestimmt bald einen
netten Mann finden und glücklich bis ans Ende meiner Tage sein.

Einen netten Mann hab ich zwar nicht kennengelernt, dafür
durfte ich in ein tolles neues Zuhause ziehen. Ich bin gar nicht mehr scheu und
meine Klüsen sind bis heute 1A mit Sternchen ;)

Danke liebe Menschen, dass ihr uns Tieren, auch wenn wir
manchmal nicht so nett zu euch sind, solche Operationen ermöglicht. Denn was
wäre wohl aus mir geworden, wenn ich heute immer noch mutterseelenallein, mit
kaputtem Auge und Kindern von Hinnerk dem Streuner draußen herumlaufen würde?
Nichts….da bin ich mir ganz ganz sicher!

Tschüss, eure Knorki

 Der Newsticker ist vor allem allen Tierrettungsfonds-Paten gewidmet, ohne deren Hilfe wir nicht helfen könnten! Danke.

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